Laut dem Allgemeinen Gleichstellungsgesetz (AGG) hätten Sie wohl gute Chancen, eine Stelle zu finden, wenn Sie betagter sind, behindert und einer Minderheit angehören – dann sähe ein Arbeitgeber kaum eine Möglichkeiten, Sie zurück zu weisen.
Was machen Sie aber, wenn Sie ein tüchtig ausgebildeter Deutscher sind und – so wie eine Menge andere auch – nach Ende des Studiums einen Job suchen? Es bleibt Ihnen nichts weiter übrig, aber Sie werden zumindest (!) die letzten ein Hundert Ihres Daseins als Student damit verdingen müssen, sich auf den Umstieg ins Berufsleben vorzubereiten. Das hört sich nicht cool an und – das ist es auch nicht. Aber es ist unabdingbar.
Also, sperren Sie sich doch nicht, die ganz eingetretenen Wege zu beschreiten. Dazu zählen zunächst einmal eine brauchbare Selbstanalyse. Sprechen Sie zum Beispiel mit einem Professoren Ihres Vertrauens und mit guten Freunden – denn die sagen Ihnen mit höchstwahrscheinlich die Wahrheit – wo sie Ihre Stärken und Schwächen sehen – und zwar nicht nur die fachlich relevanten, sondern auch bei den sogenannten "soften Skills", die im derzeitigen Markt immer interessanter für den Arbeitsgeber werden.
Auf der Suche nach Jobs bemühen Sie dann eine Analyse des Arbeitsmarktes. Das bedeutet: Bedenken Sie, in welchen Branchen arbeiten Arbeitskräfte mit Ihrer Bildung und Ihren Fähigkeiten – und entspricht eine dieser Bereiche Ihrer Vorstellung von Job. Nach dem Traumjob müssen Sie übrigens tatsächlich immer zuerst die Augen aufhalten – dabei aber Plan B nicht außer Acht lassen. Also: Wenn mein Traumjob in meiner Vorzugsbranche nicht frei ist, wo könnte ich noch arbeiten?
In den meisten Fällen bedenken Menschen, die zum 1ten Mal einen Job suchen, zu kurz und suchen lediglich in dem engen Bereich dessen, was sie gelernt haben. Hierbei vernachlässigen sie artgleiche bzw. benachbarte Felder, in denen sie gleichfalls arbeiten könnten, wenn sie ihre Skills lediglich etwas erweitern oder überdenken. Also recken und strecken: Achten Sie auf PMs aus Ihrer Branche, beachten Sie sich die Inserate (Presse und außerdem das Internet
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